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Die richtige Kaffemaschine wählen


Früher war das Kaffee kochen um einiges einfacher. Man hat so eine billige Maschine gekauft, sie daheim aufgestellt und fertig war der Zauber. Dazu musste man nur noch eine Packung Filter Kaffee  kaufen. Prost. Sucht man heute eine billige, kleine Maschine, muss man sich durch einen Dschungel begeben, der nicht mehr lustig ist. Links und rechts findet man irgendwelche riesigen Trümmer vor, die einem Italien ins Wohnzimmer zaubern. Das alleine nicht genug, jede Marke hat natürlich einen Ansprechpartner vor Ort. Man wird mit tollen Sprüchen belagert und jeder will sein Ding verkaufen Promoter is watching you. Wer eine kleine Maschine kaufen möchte und Rücksicht auf all die armen Verkäufer nimmt, hat Abends garantiert eine Espressemaschine zu Hause stehen. Ein Ding, wo sich kein Mensch auskennt und was in wirklich keiner benötigt. Aber die Präsentation im Elektromarkt war trotz allem so überzeugend. Ein Tab kostet weniger, als ein Pad und der Filterkaffee schmeckt ja in der Regel nicht so gut, wie frisch gebrühter, aus dem Tab. Aber das Pad ist umweltfreundlicher als das Tab, weil man es gleich in den Biomüll werfen kann.

Die eine Maschine hat nur eine Funktion, dass heißt man braucht nur auf einen Knopf drücken und der Kaffee ist fertig. Mehr Auswahl hat natürlich die andere .Man kann zwischen Cafe Latte, Cappuccino, Espresso wählen. Mit oder ohne Milchschaum. Dafür hat diese wieder 10 Knöpfe und man muss natürlich auch 10 verschiedene Packungen Tabs kaufen. Wo führt das nur alles hin. Es wird einem vorgegaukelt, dass die Besucher von solchen  Maschine total begeistert sind. Zur Freude der Gäste. Der Gastgeber selbst, ist dann den ganzen Nachmittag damit beschäftigt, die Sonderbestellungen auf zu nehmen. Früher hat man eine Kanne Kaffee gebrüht und jeder war zufrieden. Jetzt möchte einer Cafe Latte haben. Der nächste Cappuccino. Am besten natürlich mit Schaum oder ohne. Stark oder schwach. All das kann man ja auch einstellen. Zu guter Letzt gibt es auch noch Schokoladetabs. Ideal für Kinder. Das  heißt der Familiennachmittag ist wirklich perfekt.

Hat sich die ganze Kaffeesache mal geklärt ist es bereits Abend geworden. Alle gehen heim. Der Kaffeetratsch war ganz nett. Vor allem für denjenigen, der alle zubereitet hat. So muss sich ein Kellner fühlen. Gar nicht mal so lustig, diese Arbeit. Benötigt man wirklich alles daheim? Ein Kaffeehaus sollte doch auch noch Chancen haben. Es ist doch schön, wenn  man nicht alles jeden Tag zu Hause hat. Da trifft man sich lieber mit einer Freundin auf einen guten Cafe, tratscht eine Runde und zahlt seinen Preis. Daheim tut es immer noch der Filterkaffee. Auch noch Jahre später. Weil in Wirklichkeit trinkt man diesen daheim sowieso nur, dass man den Arbeitstag übersteht und weniger wegen dem Vergnügen. Jahrelang ist es gut gegangen, also werden den Bekannten trotzdem noch vorbei kommen. Wenn sie der Meinung sind, sie müssten solch eine Maschine mitbringen, können sie sich gleich die Schürze umbinden und eine Kellner Ausbildung starten. Warum muss immer der Gastgeber darunter leiden?